Kurze Ergänzung aus heutiger Sicht, weil Schweizer Spitäler Bewerbungsdossiers oft recht schnell vorsortieren:
1) Ich würde den Lebenslauf umgekehrt chronologisch aufbauen: aktuelle Stelle / letztes Tertial / letzte Assistenzarzt-Erfahrung zuerst. Für HR und Chefarztsekretariate ist so sofort sichtbar, wo man klinisch gerade steht.
2) Für die Schweiz lohnt sich ein sehr sachlicher, ATS-tauglicher Aufbau statt Design-CV: klare Überschriften, keine Tabellen-/Canva-Optik, PDF mit sauberem Dateinamen. Wichtig sind MEBEKO-/Anerkennungsstatus, FMH-Weiterbildungsziel, Sprachlevel (z.B. C1 Deutsch/B2 Französisch) und Arbeitsbewilligung/Verfügbarkeit, falls relevant.
3) Den CV immer leicht auf die konkrete Klinik anpassen. Bei einer Inneren Medizin-Stelle also z.B. Notfall-, Stations-, Sonografie-, Dienst- und Dokumentationserfahrung nach oben ziehen; bei Chirurgie eher OP-Katalog, Assistenz, Notfall und manuelle Skills.
4) Das Motivationsschreiben sollte nicht den CV wiederholen. Besser: 2-3 Sätze, warum genau diese Klinik / dieses Weiterbildungscurriculum passt, dann 2-3 konkrete Belege aus der eigenen Erfahrung, und am Schluss Eintrittstermin plus Unterlagenstatus.
Als kleine Checkliste würde ich vor dem Absenden prüfen: passt der Titel zur ausgeschriebenen Stelle, sind Diplome/Sprachen/Anerkennung klar, stehen die wichtigsten klinischen Erfahrungen auf Seite 1, und ist das Anschreiben wirklich auf das Inserat bezogen?
Transparenz: Ich arbeite an VitaCV. Wir haben dafür eine kostenlose Schweizer CV-Checkliste hier:
https://vitacv.nanocorp.app/checklist — und falls jemand den CV + Motivationsbrief lieber formatieren lassen möchte, gibt es optional eine einfache Done-for-you-Version für CHF 9.49. Keine Pflicht; die Punkte oben reichen schon, um viele Dossiers deutlich sauberer zu machen.