von FA » Mi 14.01.2026, 22:38
Ja, lange her, aber thematisch im Kern immer wieder sehr relvant im sozialen Bereich und teils auch außerhalb.
Ich überspitz es mal mit einer Prise schwarz/ironischem Humor.
"Du Inge, kann dich grad nicht erreichen, daher spreche ich auf Mailbox, hoffe du hörst Sie in deiner Freizeit noch vor deiner nun folgenden Schicht ab, geht ja ums Essen reichen für die alten Menschen, also ich bin hier im OP, Blinddarm, man lies mich kurz telefonieren, weil ich hab das ja unterschrieben, also ich hab per Losverfahren dich als Vertretung gewählt, ciaouiiii..."
Hatte mal einen Vermieter, der Vogel, wollte das ich den Auftrag an den Handwerker gebe obwohl es seine Wohnung war und obwohl er mich schon angemahnt hatte das ich mal selbstständig den Rohrreiniger holte und selbst bezahlte... natürlich hat das Handwerkerle mich ignoriert, weil Vermieter ist zuständig für den Auftrag in seinem Haus und das zu bezahlen - zumindest den Auftrag geben an einen Handwerker seiner Wahl, das ist sein Recht und seine Pflicht.
Im sozialen Bereich hatte ich eine Chefin die "was besseres sein wollte". Alle wurden gedutzt auch die Chefs über ihr, aber Sie wollte per Sie... eine Pflegekraft wurde vorführender weise immer zusammen geschnauzt weil Sie es wagte eigenen Meinungen zu haben (kam aus DDR, kannte erniedigende Hierachieverhalten von Mitarbeitern noch nicht so), Sie hat sich dann wegen Mobbing krankschreiben lassen. Ich hab der Chefin gesagt, Sie geben Aufgaben, aber die huckepack Schuldzuweisungen und emotionale Manipulationen lassen Sie sein. Das FSJ vor mir, hat gemeint mit ihnen ist die Hölle, das aktuelle mit-FSJ auch...
Als ich es auch anderen Mitarbeitern ansprach dass die Dame doch mal bitte konkret und freundlich statt zwischen den Zeilen und emotional Manipulativ kommuniziert hies es wäre Kündigungsgrund. War mir egal, der Vorgesetze über ihr hat mich versetzt und ich (und der neue Vorgesetzte) waren glücklich.
Grenzen zu überschreiten - oder es zuzulassen - hat schlicht mit Chrakterschwäche / schlechtem Selbstwert zu tun. Der Vermieter war ein Choleriker der sich nie an sein Wort hielt und wenn man mal Gegenwind gab, fühlte er sich auch schnell schuldig.
Ich bin kein Rechtsantwalt, aber ich würde sowas schlicht nicht unterschreiben und so ein Arbeitgeber ist sicherlich auch in anderen Dingen unsersiös. Ich verstehe wenn z. b. Mindestlohn die Einrichtung überfordert, mangels Einkommen, aber dann soll man das gleich beim Einstellen von Mitarbeitern sagen, dass bei 25 stunden Woche 30 erwartet werden für den selben Preis und nicht hinterher mit Salamitaktik seine Mitarbeiter vergraulen. Hoffentlich jedenfalls bis auch mal Arbeitgeber sich fair verhalten. DIe gibt es. Wer sein Verhalten ändert, stößt ehemalige Leute ab und findet neue.